Am 4. Oktober ist Welttierschutztag

Seit 1925 findet in Deutschland jedes Jahr am 4. Oktober der Tag zum Schutz der Tiere statt. Sechs Jahre später wurde dieser Tag als Welttierschutztag auch international anerkannt. Dass der Tag der 4. Oktober ist, ist kein Zufall, denn es ist der Gedenktag des Heiligen Franz von Assisi. Franz von Assisi, der Begründer des Ordens der Franziskaner, war ein sehr großer Tier- und Naturfreund. Er vertrat als Erster die Meinung, dass alle Lebewesen, also Menschen, Tiere und auch Pflanzen, gleich wertvoll und schützenswert seien. So soll er zum Beispiel sehr darauf geachtet haben, niemals Würmer oder andere kleine Tiere zu zertreten.

Der Tierschutz ist seit 2002 als Staatsziel im Grundgesetz verankert und im Tierschutzgesetz grundsätzlich geregelt.

Haustiere bedeuten Verantwortung

Der Welttierschutztag wird traditionell von Tierschutzverbänden genutzt, um darauf aufmerksam zu machen, dass Tiere häufig schlecht behandelt und auch verletzt werden. Auch Haustiere leben nicht immer tiergerecht. Zu einer tiergerechten Haltung gehören medizinische Versorgung, ausreichend Platz bei der Haltung und eine gesunde Ernährung.

Ob genug Platz vorhanden ist, ob die Kosten auf Dauer getragen werden können, die sowohl für Futter, Zubehör aber auch für Arztkosten anfallen und ob auch genug Zeit für ein Tier da ist: Das alles sollten sich künftige Tierhalterinnen und Tierhalter vor dem Kauf eines Tieres überlegen. Außerdem sollte gut bedacht werden, welche Tierart passend ist. Wer zum Beispiel gerne ein Tier zum Kuscheln haben möchte, sollte keine Fische oder nachtaktive Mäuse aussuchen.

Auf der Internetseite www.haustier-berater.de des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) sind Informationen über die Haltung vieler Haustiere zu bekommen. Vielleicht ist es aber auch eine Alternative, ein Tierheim in der Nähe zu besuchen und sich dort vorab einmal umzusehen. Dort können Besucherinnen und Besucher in Ruhe überlegen, welches Haustier passen könnte. Und vor allem können die Besucherinnen und Besucher verschiedene Tiere kennenlernen.

www.haustier-berater.de

Tierschutz in der Nutztierhaltung

Für Bürgerinnen und Bürger sind die Fragen nach den Haltungsbedingungen unserer Nutztiere, Umweltschutz und Nachhaltigkeit zunehmend stärker in den Fokus gerückt. Das Bundeslandwirtschaftsministerium arbeitet daher an einer Nutztierstrategie, die den gestiegenen Erwartungen an die Nutztierhaltung Rechnung tragen soll. Das Bundesprogramm Nutztierhaltung ist ein zentraler Baustein der Nutztierstrategie des BMEL. Durch konsequente Weiterentwicklung der Haltungsbedingungen sollen das Tierwohl verbessert, Umweltwirkungen vermindert und gleichzeitig den landwirtschaftlichen Betrieben zukunftsfähige und in der Praxis umsetzbare Verfahrensweisen an die Hand gegeben werden.

Ziel der Nutztierstrategie ist es, der Nutztierhaltung in Deutschland eine Zukunft zu geben und sie als hochentwickelten Sektor weiterhin zu verbessern. Dabei sollen die Kriterien Tier- und Umweltschutz genauso beachtet werden wie die Qualität bei der Produktion und die Marktorientierung. Dafür soll das Tierwohl in der Nutztierhaltung weiter verbessert, die Wirkungen auf die Umwelt deutlich vermindert und gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage für die Betriebe und die Versorgung der Verbraucher mit nachhaltig erzeugtem Fleisch gesichert werden. Damit soll eine breite Zustimmung in der Gesellschaft erreicht und den Landwirten ein verlässlicher Rahmen für eine akzeptierte und wettbewerbsfähige Tierproduktion in Deutschland abgesteckt und Planungssicherheit zugesichert werden.

Weitere Informationen

Veränderungen in der Nutztierhaltung

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Beispiele für Tierschutz und mehr Tierwohl in der Nutztierhaltung

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Blick in den Stall

drei Wellensittiche
Wellensittiche benötigen viel Platz zum Fliegen, Quelle: hecke71 - adobe.stock.com
viele Küken
Männliche Küken sollen nicht mehr getötet werden, Quelle: K.-U- Häßler - adobe-stock.com