Bienenschutz geht alle an – informieren Sie sich

Bienen faszinieren viele Menschen und gelten als sympathische Tiere. Das Interesse für die kleinen Insekten ist groß und seit vielen Jahren mehren sich Berichte über die Honigbiene in Zeitungen, Magazinen und Fernsehsendungen. Fast jeder kann über persönliche Erlebnisse aus der eigenen Kindheit berichten.

Selbst Kinder, die sonst nicht viel über die Herkunft von Lebensmitteln wissen, kennen den Zusammenhang zwischen Biene und Honig. Kein Wunder, denn Deutschland ist Weltmeister im Honigverzehr.

Doch neben der Honigproduktion übernehmen Bienen eine mindestens genauso wichtige, jedoch oft kaum wahrgenommene Aufgabe: Die Bestäubung. Ohne Bienen als Bestäuber wäre die Auswahl an Lebensmitteln stark eingeschränkt und auch die Pflanzenvielfalt deutlich geringer. Der wirtschaftliche Wert der Bestäubungsleistung liegt sogar um ein Vielfaches über dem des erzeugten Honigs.

Bienen kommunizieren hervorragend untereinander

Dass Bienen so leistungsfähig sind, liegt vor allem daran, dass ein Bienenvolk perfekt organisiert ist. Je nach Alter übernimmt eine einzelne Biene ganz bestimmte Aufgaben. Die Tiere können untereinander hervorragend kommunizieren und gezielt Informationen übermitteln. Ertragreiche Futterquellen können so punktgenau angeflogen werden. Diese Futterquellen sind in den vergangenen Jahrzehnten jedoch immer spärlicher geworden.

Dies hat nicht nur mit den Veränderungen in der Landwirtschaft zu tun, sondern auch mit dem Wunsch vieler Hausbesitzer nach einem pflegeleichten Garten. Schon mit wenigen kleinen Veränderungen ließen sich hier wertvolle Bienenweiden schaffen, die den Bienen ausreichend Nektar und Pollen bieten.

Imkerei ist ein trendiges Hobby

Bienen bei ihrer "Arbeit" zuzusehen, wie sie von Blüte zu Blüte schweben, macht Spaß. Jeder kann die Bienen unterstützen, zum Beispiel als Hobbyimker. Wer Interesse an der Natur hat und gerne mit Bienen umgeht, kann das nötige Handwerkszeug schnell erlernen. Die zahlreichen Imkerverbände in Deutschland helfen gerne und geben ihre Erfahrungen weiter. In den Städten ist die Imkerei, neuerdings auch "urban beekeeping" genannt, ein trendiges Hobby junger Leute geworden. Dabei bieten Städte den Bienen oft mehr Futterpflanzen über das Jahr als Agrarlandschaften. Als Nahrungsquelle kommen Parkanlagen, Friedhöfe, Alleen, Hausgärten, Gründächer, verwilderte Grundstücke, Verkehrsinseln und Balkone infrage, dort wachsen sehr viele unterschiedliche Pflanzenarten. In Berlin werden beispielsweise auf den Dächern des Berliner Doms, des Berliner Abgeordnetenhauses und der Mensa der Humboldt-Universität Nord Bienen gehalten.

Heft "Ohne Bienen keine Früchte"

Das Heft "Ohne Bienen keine Früchte - Bedeutung und Lebensweise der Honigbiene" vermittelt einen Einblick in die faszinierende Welt der Bienen, ihre soziale Organisation und ihre Fähigkeit miteinander zu kommunizieren. Es gibt jedoch immer weniger lohnende Blüten für sie. Jeder Garten- und Balkonbesitzer kann dazu beitragen, Bienen Nahrungspflanzen vom zeitigen Frühjahr bis zum Herbst zur Verfügung zu stellen.

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ble-medienservice.de: Publikation "Ohne Bienen keine Früchte"

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Seit 2018 ist der 20. Mai der Internationale Weltbienentag, Quelle: UbjsP - stock.adobe.com