Zusätzliche Kontrollen an Tierkörpern

Tierschutzverstöße bei der Haltung von Schweinen und Rindern sollen durch gezieltere Kontrollen verhindert werden.

Dazu wurde eine Änderung des Tierschutzgesetzes vorgelegt, die vorsieht, dass Kontrollen an Tierkörpern möglich sind. Künftig sollen nicht nur wie bisher die Tierhaltungsbetriebe selbst kontrolliert werden, sondern auch Verarbeitungsbetriebe Tierischer Nebenprodukte (so genannte VTN-Betriebe). Die Bundesregierung hat die geplante Änderung des Tierschutzgesetzes beschlossen.

Studien zeigen, dass in solchen Betrieben an den Tierkadavern tierschutzrelevante Befunde erhoben werden können – zum Beispiel gebrochene Gliedmaßen, Wunden oder Abmagerungen. Solche Befunde weisen auf Probleme in den Betrieben hin, in denen die Tiere zuvor gehalten wurden. Durch zusätzliche Kontrollen in Verarbeitungsbetrieben Tierischer Nebenprodukte können daher Anhaltspunkte dafür gewonnen werden, in welchen Haltungsbetrieben möglicherweise Tierschutzverstöße stattfinden. Diese können so künftig besser erkannt und zielgerichteter verfolgt werden.

Es ist im Sinne aller Tierhalter, die sich an Recht und Gesetz halten, dass Verstöße durch die Behörden frühzeitig aufgedeckt werden und nicht die ganze Branche in Verruf bringen.

Im Einzelnen ist dazu Folgendes vorgesehen:

  • VTN-Betreiber werden verpflichtet, Tierschutzkontrollen zuzulassen und die zuständigen Behörden bei diesen Kontrollen zu unterstützen.
  • Zudem werden Tierhalter verpflichtet, Tierkadaver zum Zweck der Rückverfolgbarkeit zu ihrem Betrieb zu kennzeichnen.

Weitere Informationen

Wie oft werden tierhaltende Betriebe kontrolliert?

Gesetzentwurf zur Änderung des Tierschutzgesetzes – Tierschutzkontrollen an Tierkörpern

Tierkörper in einem Schlachtbetrieb, Quelle: Ammit - adobe.stock.com