Tierhaltungskennzeichnung

Verbraucherinnen und Verbraucher sollen auf einen Blick erkennen, wie ein Tier gehalten wurde. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) arbeitet dazu an einer verbindlichen und transparenten Tierhaltungskennzeichnung für Lebensmittel tierischer Herkunft.

Die rechtlichen Voraussetzungen hierfür sollen, so Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, noch im Jahr 2022 auf den Weg gebracht werden. Der Umbau der Nutztierhaltung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Die Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, die Nutztierhaltung in Deutschland tiergerecht umzubauen und die Landwirtinnen und Landwirte dabei zu unterstützen.

Die Eckpunkte zur Einführung eines staatlichen verbindlichen Tierhaltungskennzeichens wurden am 7. Juni 2022 vorgestellt.

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Investitionen für gute Haltungsbedingungen fördern

Es soll eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung auf Fleisch eingeführt werden. Wie das Tier gehalten wurde, wird damit sichtbar gemacht. Zusätzlich sollen Anreize für die Landwirtinnen und Landwirte gesetzt werden, ihre Ställe tierwohlgerecht umzubauen. Besonders tiergerechte Haltungsbedingungen werden künftig bei der Investitionsförderung stärker in den Blick genommen. Bei den Veränderungen hin zu mehr Tierschutz sowie Umwelt- und Klimaschutz wird das BMEL die Landwirtinnen und Landwirte begleiten und unterstützen. Diese sollen von ihrer Arbeit leben können. Zugleich müssen alle Bürgerinnen und Bürger hochwertige und bezahlbare Lebensmittel erhalten. Die landwirtschaftlichen Betriebe erhalten also zum artgerechten Umbau der Nutztierhaltung auch finanzielle Förderung.

Wo stehen wir aktuell?

Der Gesetzentwurf zur verpflichtenden staatlichen Tierhaltungskennzeichnung für frisches Schweinefleisch wird  innerhalb der Bundesregierung abgestimmt und dann Ländern und Verbänden zur Stellungnahme zugeleitet. Danach wird der vom Bundeskabinett verabschiedete Gesetzentwurf der EU zur Notifizierung vorgelegt. Im Herbst 2022 starten die Beratungen des Gesetzentwurfs zunächst im Bundesrat, zudem ist Ende des Jahres 2022 die erste Lesung im Bundestag vorgesehen.

Weitere Informationen

Tierhaltungskennzeichnung soll verpflichtend werden – die Eckpunkte

Bereits in den vergangenen Legislaturperioden gab es Pläne für ein Tierwohlkennzeichen, das ebenfalls bessere Haltungsbedingungen für den Verbraucher sichtbar machen sollte.

Planungen der vergangenen Legislaturperiode für ein Tierwohlkennzeichen (bis 2021)